Sie befinden sich hier: Unsere Klinik > Neuroderm.-Zentrum > Info

Was ist Neurodermitis?


 • Verbreitung/Epidemiologie
 
In Deutschland sind etwa 11-13% der Kinder und Jugendlichen an Neurodermitis erkrankt – damit ist die Neurodermitis (auch: atopische Dermatitis, atopisches Ekzem oder endogenes Ekzem) die häufigste chronische Hauterkrankung bei Kindern. Auch Erwachsene sind von Neurodermitis und trockener Haut betroffen. Die “Erkrankung” ist erblich, aber beherrschbar.
Der Erkrankung wird durch eine komplexe Interaktion zwischen genetischen Faktoren (eine wichtige Rolle spielt hier das Fillagrin) und umweltbedingten Triggerfaktoren ausgelöst, die immer wieder (=chronische) Entzündungen der Haut (Ekzeme) verursachen. Die Entstehung dieser Entzündungen ist oft sehr komplex, sodass die Suche nach den Auslösern sich nicht so einfach gestaltet (siehe „Triggerfaktoren“).
Nichtsdestotrotz besteht Hoffnung für alle Betroffene, denn Behandlungsmöglichkeiten gibt es viele. Während Ihrer Betreuung in unserem Neurodermitis-Zentrum werden wir gemeinsam einen Weg finden, denn Ihre Lebensqualität ist uns wichtig.
  
• Wie behandelt man Neurodermitis?
 
kausale Behandlung gibt es nur bedingt:
    Der Neurodermitis liegt eine Gen-Mutation zugrunde. Die
    Neurodermitis-Forschung kann immer mehr auslösende Mutationen
    entdecken. Eine kausale Therapie nach dem Schema: “Einmal
    eine Tablette und dann ist es für immer gut” ist aber leider
    noch nicht möglich. Aber oft bricht die Krankheit nur
    aufgrund bestimmter Umstände (Triggerfaktoren) aus. Die kann
    man gut verändern, sodass Betroffene Ihre Neurodermitis „im
    Griff haben“. Zur Erforschung der Genmutationen führen wir auch
    eine popgen-Studie durch.
 
Pflege
    Das Um und Auf für eine gesunde Haut ist die richtige Pflege.
    Gemeinsam mit unseren Spezialisten des Neurodermitis-Zentrums
    finden wir den richtigen Mix aus fettenden und pflegenden
    Salben und Cremes. Für jeden Teil ihrer Haut.
 
• Medikamente mit Kortison 
    Nahezu alle Neurodermitiker leiden unter chronischen
    Entzündungen der Haut. Das führende Symptom ist der quälende
    Juckreiz. Der menschliche Körper bietet uns die
    richtige Antwort: bei starker Entzündung stillt zunächst Kortison 
    die Beschwerden. Dann muss aber gut gepflegt werden, damit die
    Entzündung nicht wieder kommt. Wir arbeiten mit einer
    Vielzahl verschiedener kortisonhaltiger Präperate und stimmen
    so genau die richtige Dosis ab.
 
• Medikamente ohne Kortison    
            Eine längerfristige Kortisontherapie verbietet sich besonders in
            empfindlichen Regionen. Als Alternative eignen sich
            Calcineurininhibitoren. Mit unserer Expertise stehen wir Ihnen
    gerne zur Verfügung - denn die Behandlung muss so individuell
    sein wie der Fingerabdruck des betroffenen Menschen.
 
Wir arbeiten eng mit den Kollegen aus den anderen Abteilungen zusammen um ein Individuelles und Interdisziplinäres Behandlungskonzept zu erstellen.
 

zurück zur Startseite


Aktuelles:

 

Praktikum der Dermatologie

Das Hauptpraktikum Dermatologie beginnt am 17.10.2017 um 7:45 mit einer Einführungsvorlesung im Hörsaal der Hautklinik.  [mehr]

 


Dermatologie für Zahnmediziner

Die Veranstaltung beginnt am 24.10.2017  um 10:00 c.t. im Hörsaal der Hautklinik.


Lehrpreis 2017

Der Preis der Medizinischen Fakultät für die beste Lehre geht in diesem Jahr erneut an die Hautklinik  [mehr]


Neurodermitis Präventionsstudie

Studie zur frühkindlichen Anwendung von Hautpflegecremes [mehr]


Regulation von Botenstoffen der Entzündung

Kieler Team des Exzellenzclusters Entzündungsforschung deckt grundlegend neuen Mechanismus au. [mehr]


Prof. Fölster-Holst neue Präsidentin der ESPD

Professorin Dr. Regina Fölster-Holst, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist neue Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Kinderdermatologie (European Society for Pediatric Dermatology, ESPD). [mehr]


Patientenleitlinie zum Melanom erschienen

Der umfangreiche Ratgeber gibt in allgemeinverständlicher Sprache alle Empfehlungen zu Untersuchungen und Behandlungen wieder, die zuvor für die ärztliche Leitlinie zum Melanom erarbeitet worden sind.

Die Druckfassung zum kostenlosen Download [hier]   

 

Die Seite wurde zuletzt am 16.11.2017 um 11:51 geändert.